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Das Leben eines Goldfisches ist abwechslungsreicher als Blogartikel über Backlinkaufbau lesen

NewsBoy

Eine Frage der Betrachtung. Wobei mit betrachten auch mal “genau kucken” gemeint ist.

Und Tschüss! Ihre 8 Sekunden sind wohl aufgebraucht. Und Sie wissen, ganz sicher, nicht um was es geht.

Aufmerksamkeit.

Dass die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches größer ist als die Aufmerksamkeitsspanne eines Menschen, solche Artikel haben im Jahre des Herrn 2016 die Runde gemacht.

Schön.

Problematisch dabei könnte unter Umständen, eventuell sein, dass die Studie damit nichts zu tun hatte. In der Studie kommt kein Goldfisch vor. Wenn aber in einer Studie kein Goldfisch vorkommt, dann wird die Studie auch mit der Aufmerksamkeitsspanne von Goldfischen nicht viel zu tun haben?

Die Aufmerksamkeitsspanne, die sich bei Menschen auf 8 Sekunden reduziert haben soll, hat das Verhalten im Internet und den Sozialen Medien betrachtet. Wer frühmorgens in Öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist und die Menschen beim “Browsen” beobachten kann, der mag sich fragen, wo denn die eeeeelendslaaaangen 8 Sekunden herkommen.

Es wird nichts darüber ausgesagt, wie lange die Aufmerksamkeitsspanne eines Menschen ist. Geht auch garnicht. Bei WAS soll diese Spanne wie lange sein? Ein Kuss wird öfter mal länger als 8 Sekunden dauern. Und es soll auch Menschen, sogar Teenager, geben, die sich mit Vater/Mutter/Geschwistern länger als 8 Sekunden unterhalten können.

Was in freier Wildbahn noch nicht beobachtet wurde sind Blogartikelschreiber die sich eine “Quelle” länger als 8 Sekunden anschauen. Beziehungsweise sich über ein Thema, über das “qualitativ hochwertiger Content” erstellt werden soll, länger als 8 Sekunden nachdenken.

Für eine Klopapierrollentestseite reicht es allerdings immer.


P.S.: Weil der Text nun recht wenig mit dem Thema Backlinks/Backlinkaufbau zu tun hat: in dem Bereich wird ebenfalls, meistens in weniger als 8 Sekunden, viel Information ohne nachzudenken verbreitet.
P.P.S.: Wenn ein Goldfisch seine Umwelt länger betrachtet als browsende Menschen die Internetseiten, dann ist damit wohl bewiesen, dass die Umwelt des Goldfisches interessanter ist als die zu betrachtenden Internetseiten? Oder so.


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