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Ein Blog braucht Bilder. Viele Bilder. Weil die Meisten wesentlich besser kucken als lesen können

Nerd

Jo.

In einem Blog sollten möglichst viele Bilder verwendet werden. Hochauflösend. Groß. Fett.

Und wenn es sich dann noch um einen Artikel über Pagespeed handelt, dann sollte da auch noch eine (große, fette, hochauflösende) Infografik über die wichtigsten Punkte die bei der Optimierung der Ladezeit eines Blogs beachtet werden müssen mit in den Artikel.

Und danach kommt dann noch eine Aufzählung, in Listenform, welche Punkte für die Optimierung vom Pagespeed, der Ladezeit des Blogs, beachtet werden müssen. Die Liste sollte möglichst groß sein, möglichst viele Punkte enthalten. Das zeigt dann, dass der Schreiberling kompetent ist. Ahnung hat. Ein Spezialist ist.

Danach fügen Sie dann noch eine weitere Liste ein. Darüber, welche tollen Plugins es gibt um das scheiß Wordpressblog doch noch in die Gänge zu bekommen. Irgendwie schneller machen. Die Logik dabei ist, dass, je mehr Plugins verwendet werden, das Blog wohl im selben Verhältnis auch echt schneller wird. Oder auch nicht.

Nicht fehlen darf dann eine möglichst umfangreiche Liste von “Tools” um die Ergebnisse der Arbeit zu überprüfen. Es gilt dabei zu beachten, dass die Punktzahl wichtig ist. Möglichst hohe Punktzahlen sind wichtig. Kommen Sie bloß nicht auf die Idee, dass es um die Ladezeit geht. Weit gefehlt. Deshalb nochmals, weil das für das Thema PageSpeed so wichtig ist: Punkte. Möglichst viel.

Falls Sie selbst einen Artikel über das Thema Pagespeed schreiben wollen, dann vergessen Sie nicht, dass auch noch Bilder der verschiedenen Onlinetools eingebaut werden müssen. Bilder, welche die erreichten hohen Punktzahlen bei den Test bestätigen.

Auch ein Video ist eine tolle Idee. Einbinden. Wenn möglich.

Das ganze muss dann auch optisch noch etwas aufgepeppt werden. Dazu gilt es, möglichst viele CSS Dateien, die sind für das Erscheinungsbild zuständig, einzubauen. Möglichst externe Dateien. Wichtig!

Um den Erfolg der eigenen Anstrengungen anschließend zu messen müssen, natürlich, die Zugriffe erfasst werden. Auch dafür gibt es wunderschöne und vielfältige Möglichkeiten. Tolle Tools. Einbauen. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass ein tolles Analysetool auch die passenden Zahlen liefert. Es schadet nicht, wenn unterschiedliche JavaScript Dateien unterschiedlicher Anbieter eingebaut werden. Bevorzugt: externe Scripts. Sie können dann aus den Zahlen wunderbar einen Mittelwert errechnen. Arithmetisches oder geometrisches Mittel. Median kommt auch gut. Oder so.

Weil sich die Leser dann über den tollen Artikel ganz sicher freuen werden und gutgelaunt in Kauflaune kommen: Werbung nicht vergessen. Die Leser wollen, in gutgelaunter Kauflaune, sicher etwas kaufen. Seien Sie mit dem Einbauen von Werbung nicht zu sparsam. Viel hilft bekanntlich viel. Falls Sie sich über die externen eingebauten Dateien Sorgen machen: das müssen Sie nicht. Jetzt kommt es auf ein bisschen mehr auch nicht mehr an.

Und wenn dann, beim eigenen Artikel, das OnlinePagespeedüberprüfungstool keine ganz so tollen Zahlen liefert, dann macht das nix. Wenigstens sind alle Punkte einer optimalen Pagespeedoptimierung erfüllt. Und das ist doch auch schon was?

Wenn Sie dann die Seiten der Mitbewerber, diejenigen die auch über das Thema Pagespeed schreiben, prüfen, dann werden Sie recht schnell feststellen, dass Sie in guter Gesellschaft sind. Die Anderen machen das auch so. Und dann ist das zwar scheißlangsam geworden aber voll im Trend.

Manche Menschen allerdings, ich beispielsweise, werden beim Testen der echten Ladezeit verschiedener Optimierungsartikel vor allem eines: kotzen.

Jeder so, wie er mag?


P.S.: Anscheinend sind sich “Spezialisten” und Wissenschaftler zumindest darüber einig, dass die Information in einem Bild viel schneller erfasst werden kann. Visualisieren lernen: Mit Bildern moderieren & präsentieren | Philognosie.

Bei dem Teil, dass bildliche Informationen länger im Gedächtnis bleiben, sind die Informationen nicht eindeutig. Das hängt wohl stark von der Art des Textes ab. Informationen bleiben viel besser im Gedächtnis, wenn die Information zu bekannten Erinnerungen passt. Ein gewisse Verstärkung. Und wer sich beim Lesen von Texten eigene Bilder im Kopf macht, der wird sich an die Information sicher recht gut erinnern können?

P.P.S.: Es gibt nichts, was Ihnen irgendwann mal erzählt wurde und Sie die Geschichte immer noch recht gut im Gedächtnis haben? Vor dem Kindergarten, im Raucherraum und vor der Bäckerei werden auch Heute noch Geschichten erzählt und nicht nur, mi'm Smartfon, Bilder und Filmchen gezeigt.

Wenn es heisst, dass Bilder unbedingt notwendig sind, dann fällt mir das Stichwort Power-Point-Präsentation ein. Und auch davon kann man halten was man will? Death by PowerPoint.

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