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Ladezeit, Pagespeed, Zeit und deren Verschwendung

dumb

Zeit. Etwas das man nicht “haben” kann, die Zeit ist einfach da. Und jeder hat genau gleich viel davon?

“It is not that we have a short time to live, but that we waste a lot of it. Life is long enough, and a sufficiently generous amount has been given to us for the highest achievements if it were all well invested.”
"So ist's: Wir erhalten kein kurzes Leben, sondern haben es dazu gemacht, und es mangelt uns nicht an Zeit, sondern wir verschwenden sie."

Seneca

Die paar Designänderungen hier im Blog haben noch ein bisschen Pagespeed gebracht. Und das klingt dann so, als ob es wichtig wäre? Wobei die Zielsetzung “mehr Speed” nichts mit einem ernsthaften (ähem und “realistischen”) Ziel zu tun gehabt haben. Es war und ist ein Spaßprojekt: alles weglassen was weg gelassen werden kann. Schnelle Ladezeiten ergeben sich dann automatisch.

Schnelle Ladezeiten werden übrigens nicht von allen Pagespeedtesttools gemessen. Meistens geht es um irgendwelche Punkte mit teilweise seltsamen Schlussfolgerungen. So misst ein Tool für die Startseite hier im BLog “0,098 Sekunden” und das könnte durchaus als schnell bezeichnet werden. Weil aber der Datendurchsatz einen vorgegebenen Wert nicht erreicht wird die Punktzahl heruntergesetzt.

Bei einem anderen Tool, Schwerpunkt “Mobile friendly”, wird angemahnt, dass da keine ganz speziellen Caching ETags vergeben sind. Hm. Ich weiss nun nicht, was bei <10 KB speziell gecached werden müsste. Selbst bei einer GPRS Verbindung sind die Daten in weniger als 2 Sekunden durch die Leitung. Und GPRS kennen die Meisten entweder garnicht oder vom Hörensagen.

Letztendlich, ich bin wieder beim Seneca Zitat von oben, waren die Tests in erster Linie eine Menge verlorener Zeit. Oder auch nicht, ich habe schliesslich was dabei gelernt.

Was ich nebenher noch gelernt habe ist, dass es zwar tausende Artikel darüber gibt, wie denn der PageSpeed von der Website oder vom (WordPress)Blog verbessert werden kann. Und dass Google das gaaaanz wichtig findet und dass Sie dann bei Google weiter nach vorne kommen …

… Artikel über positive Erfahrungen, also Veränderungen “nach Vorne”, finden sich seeehr selten.

Vielleicht liegt das daran, dass die Aussage von Google nie war: “Verbessert eure Ladegeschwindigkeit und wir spülen euch nach Vorne”. Die Hinweise waren immer, dass eine Verbesserte Ladezeit zwar gut für den Besucher ist aber für die Positionierung kaum eine Rolle spielt.

Die paar Erkenntnisse werden wohl in meine Strategie hier einfliessen:

Und dabei beschleunigt sich die Zahl und die Geschwindigkeit der Rennenden

und

Oder so ☺

Links:


P.S.: Übrigens ist das Blog hier, unabhängig von den Ergebnissen irgendwelcher Tools, schnell. Es bleibt zu klären in welchen Bereichen sonst noch – wegen der “Tools” – unwichtiges zu wichtigem gemacht wird. Also was den Bereich “SEO” angeht.

Kleine Anekdote aus der Vergangenheit, ist ein paar Jahre her:

In einem Forum wird von einem TE gefragt, wie er denn mit einem (Anm.: sehr spezifischen) Begriff bei Google nach Vorne kommen könne. Also sowas wie “auf die erste Seite bei Google” oder “Top Ranking bei Google”.

Wenn ich mich richtig erinnere ging die Diskussion über etwa 3 Tage mit allen möglichen Tipps und Tricks. Schwerpunkt war Damals wie Heute das Thema Backlinks. Die wo unbedingt gebraucht werden. Über den Text hat “Damals” keiner geredet.

Ich habe dann an einem Abend in einem meiner Blogs 2 Artikel mit den speziellen Begriffen geschrieben und diese Artikel miteinander verlinkt. Mit Informationen die ich auch im Internet zusammengesucht hatte. Wikipedia, Mitbewerber, Fragen aus Foren etc.. So wie das (leider) bei vielen Nischenseiten immer noch gemacht wird.

Einer der Artikel war kurz darauf bei Google, ähm, “recht weit Vorne” zu finden. Und das habe ich dann im Forum auch geschrieben: war ja überprüfbar. Suchbegriff eingeben und selber kucken. Hat aber Keiner gemacht. Also: nachgeschaut. Weil die Artikel laut irgendwelcher Tools zu wenig Backlinks haben und deshalb ja nicht auf der ersten Seite der Trefferliste sein können.

An dieser Technologiegläubigkeit hat sich in weiten Bereichen nix verändert. Im Gegenteil, das ist schlimmer geworden. Und genau das, die Technologiegläubigkeit mit gleichzeitigem ausblenden des gesunden Menschenverstandes ist wohl eine gute Basis für eine Strategie?


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