extrem

schlicht und schnell

Google AMP. Wiederkäuer. Oder "und aus den Tälern steiget das, was unsere Reden immer ausgezeichnet hat, der weiße Nebel, wunderbar!"

Bird

Äh, ja. Schnelle Webseiten sind auch ohne Google AMP möglich. Auch wenn, bei­spiels­wei­se bei Hacker News, da endlos drüber dis­ku­tiert wird.

Wenn beim Link weiter oben teilweise darüber geweint wird, dass, ohne AMP, die Kosten für die Er­stel­lung einer schnellen In­ter­net­sei­te zu hoch sind, dann ist wohl nicht das vor­ran­gi­ge Ziel dem Benutzer eine schnell ladende Seite zu prä­sen­tie­ren. Geld­ver­die­nen hat eine we­sent­lich höhere Priorität.

Schön. Und teilweise nach­voll­zie­bar.

Nur wäre es dann nett, wenn nicht andauernd der gleiche Scheiß erzählt wird. Eben dass der Benutzer und die “Usability” für den Benutzer das Wich­tigs­te sind. Dem ist eben in vielen Fällen nicht so.

Mo­ne­ta­ri­sie­rung first! Oder so.

AMP. Bevorzugt für statische Inhalte und “News”

Hm.

Wenn AMP bevorzugt für statische Inhalte ist, dann ist die Frage an­ge­bracht: why not use a static system in the first place? Warum verwenden wir dann nicht einfach ein sta­ti­sches System? Die ständigen Hinweise darauf, dass ein dy­na­mi­sches System viele viel besser ist, die Hinweise sind dann irgendwie, hm, blöd?

In einem Artikel, ver­mut­lich war das bei Ha­cker­news, war die Frage, ob denn die Seite – ohne AMP – wirklich schnell ist. Da wurde was von langsamer 20MBit Ver­bin­dung bei mobiler Ver­bin­dung gefaselt und ob bei so einer schlech­ten Ver­bin­dung wirklich <10 Sec Ladezeit (ohne AMP) möglich ist. Äh, ja. Die Seite hier braucht bei 0,056 MBit weniger als 10 Sekunden. Oder, noch deut­li­cher: die Seite könnte durch AMP definitiv NICHT be­schleu­nigt werden … die würde aus­ge­bremst.

No SSL or AMP, am I doomed?”. In dem Artikel wird auf die Frage, ob denn eine sehr schnelle statische Seite, ohne SSL, nicht auch reicht, sehr schnell erwähnt, dass nur mit HTTPS auch HTTP/2 möglich ist. Der Vorteil von HTTP/2 ist ja, dass über eine Ver­bin­dung sehr viele Daten se­quen­ti­ell(hin­ter­ein­an­der) durch­ge­schleust werden können und nicht “sehr viele” Ver­bin­dun­gen aufgebaut werden müssen. Weil ja, besonders bei mobilen Ver­bin­dun­gen, die Latenz(Wartezeit) bei jeder Ver­bin­dung sehr stark ins Gewicht fällt. Hm. Ein bisschen “was schert mich Weib, was schert mich Kind”: ist mir egal. Bei den meisten Artikeln reicht EINE Ver­bin­dung. Der Durch­schnitt wird unter 2 Ver­bin­dungen liegen. Was sollte ich – oder der Leser – in dem Fall für einen Vorteil durch HTTP/2 haben?

Schnelle Seiten sind definitiv ohne AMP möglich. Das Problem ist, dass dafür auf manche Dinge ver­zich­tet werden muss. Keine 27 externe Ja­va­script-Dateien. Und keine 15 externe CSS-Files. Wer ir­gend­wel­che Recht­fer­ti­gun­gen sucht, warum der ganze Firlefanz unbedingt nötig ist und das dann in einer an­nehm­ba­ren Zeit geladen werden soll, der braucht SSL und AMP. Ich nicht.



21.04.2017: “The Guardian”, Zeitung aus dem Brex­it­land, schmeisst Facebook Instant Articles und Apple News in den Gulli. Die setzen vermehrt auf AMP, 60 Prozent der mobilen Zugriffe sollen bereits über das Google-Netzwerk kommen. The Guardian pulls out of Face­boo­k’s Instant Articles and Apple News – Digiday.


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